Wandel durch Schenken – 3 Jahre Wohnzimmer in Marburg

Seit drei Jahren beschenken wir uns nun in unserem Wohnzimmer-Projekt, als Beispiel friedlichen Wandels, weg vom Geld und zurück zu menschlicher Gemeinschaft im Lebensumfeld. Wir stellen den Menschen in den Fokus und dürfen dabei eine atemberaubende Reise erleben die ich hier mit jedem interessiertem teilen möchte, der auch Wege sucht, Frieden zu leben. Man kann es ehrlicherweise kaum noch in Worte fassen, man sollte es selber mal erleben, hier ein kleiner Versuch, ein Bild aus verschiedenen Sichtweisen dieser Reise zu zeichnen:

Solltest du liebe Leserin oder Leser, das Wohnzimmer noch nicht kennen, hier kurz ein paar aktuelle Fakten.

  • Wir führen ein privates Wohnzimmer, in dem wir eine Art Hausregeln haben, mit denen sich jeder Einverstanden erklärt. Sie lohnen sich zu lesen 😉 Ich bin Hannes, der 2015 den Stein ins rollen gebracht hat, neben meinem Systemausstieg.
  • Wir verschenken untereinander mittlerweile sehr viel. Ob Lebensmittelretten, Getränke mitbringen, Gemeinschaftshilfe, usw. Trotzdem brauchen wir noch Geld für Pacht, Nebenkosten und einem Grundstock an Getränken. 
  • Auf der Theke steht eine „Schenkungsbox“  und ein Teil schenkt monatlich ein Paar Euro an unseren Verein, den Rest legen wir zusammen. Einige schenken mehr, andere Weniger, manche nichts je nach eigenem Gefühl, nun seit 3 Jahren, ohne irgendeinen Zwang oder ein „DU MUSST“.
  • Die monatliche Kosten ohne Getränke liegen bei knapp 2.350 Euro, in den ersten Jahren, bis das Projekt stabil lief (Herbst/Winter 2017) haben wir private Schulden von knapp 13.500 Euro von diversen Unterstützern angehäuft, die wir zur Zeit Stückchenweise abtragen.
  • Ca. 3/4 der Schuldner, habe ich versprochen, die Summe auch zu erstatten, sollte das Projekt scheitern, da ich ja nichts unterschreibe. Die Wissen auch, das ich zu meinem Wort stehe, daher trage ich noch die finanzielle Übersicht, während der Rest kollektiv entschieden wird und ich seit ca. July 2017 auch „nur“ noch Wichtel bin. Ich steh jede Woche Mittwochs mit hinter der Theke, ich liebe Metal ❤ 
  • Hier findet ihr unsere Homepage und bei Facebook gibt es den „Freundeskreis Wohnzimmer„. Human Connetion wird dann bald folgen.

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(Ein kleines Doku-Projekt von vier Marburger Studentinnen vom Sommer 2016, dazu gibt es auch ein 1,5 Stündiges ausführliches Interview: Hannes für Liebe )

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Dieses Jahr sind wir verhältnismäßig Still um Mitternacht in unser drittes Jahr im Wohnzimmer gerutscht und haben die Geburtstags-Sause vom 1.1. auf den 13.1.2018 verschoben. Drei Jahre haben viele unterschiedliche Menschen Gemeinsam für „ihr Wohnzimmer“ gekämpft, einige Wenige sind seit Beginn am Start und wissen selber, was sie geschaffen haben, andere haben nur Zeitweise ihre Farbkleckse und Visionen einfließen lassen, die meist andere weitergeführt haben. So sehe ich das Wohnzimmer: „Ein großes Bild vieler Maler und Malerinnen, ihrer Vision neue Wege einfach mal auszuprobieren.“  Eigentlich nichts anderes, als das gute alte „Dorfstübchen“ in die Kleinstadt kopiert, dazu noch eine Brise „Generation, die im Wandel aufwächst“ Prima Mischung für einen Ort, der neue Ideen hervorbringt. 

Regelmäßig organisieren sich die Kochbegeisterten und kochen oder backen für einen Event oder mal zwischen drin, andere philosophieren sprichwörtlich über „Gott und die Welt“ und Hübi griff die Idee auf, das wir doch zum „Dreijährigem Geburtstag“ ein paar Stimmen auf der Homepage sammeln. BÄM! Knaller Idee! Was kann das Wohnzimmer besser darstellen, als die Sicht seiner unterschiedlichen Bewohner und diese paar Meinungen sind natürlich nur die Spitze des Eisberges. Auf meinem Blog, gibts ja sonst nur diese Crazy-Hannes-Sicht der Dinge, die ja durchaus die meisten irritieren kann 😀 Ich mach hier nen kleinen Zitate-Fusch, auf der Homepage könnt ihr alle ungekürzt finden, auch Easy nach Person aufrufbar. 

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(Samstag den 20.01.2018 fand das 1. Hessische Human Connection – Treffen bei uns statt, geplant ist dies, ca alle 2 Monate fortzusetzen) 

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 Sebastian (Hübi -Wichtel) 

„Dann 2015 kam die Meldung: Hannes ist verrückt. Der hat alles verschenkt und will das Clou auf Schenkungsbasis weiterführen. Das kann doch alles gar nicht funktionieren. Und ja, das dachte ich anfangs auch. Doch die Stimmung im jetzt umbenannten Wohnzimmer war weiterhin super, viele Skeptiker wollten sich vom Konzept überzeugen – oder zumindest dabei sein, wenn es scheitert. Leute sind gekommen und wieder gegangen. Wichtel, wie wir uns freiwillige Helfer nennen, kamen und gingen. Doch eins kam bisher nicht: Das Scheitern!

Hannes mag für den einen oder anderen verrückt sein. Aufgrund seiner Einstellung und seines Blogs mag er für viele ein typischer Aluhutträger sein, der den Bezug zur Realität verloren hat. Doch leben wir nicht alle in unserer eigenen Realität? Auch wenn ich zu vielen Dingen, über die Hannes redet kaum einen Bezug habe, ändert dies nichts an meinen Gedanken über dieses Projekt, über unser Wohnzimmer. Wir haben hier einen Ort in dem das ICH in den Hintergrund tritt, und in dem das WIR in den Vordergrund rückt. Für den Einen mehr, für den Anderen weniger. Jeder gibt so viel er kann und nimmt so viel er braucht. Und dafür möchte ich euch Allen – egal ob Wichtel, ob Dauerbewohner oder Durchreisender – danken!

Danke für 3 tolle Jahre. Auf die nächsten.“

(Hübi hat die Karaoke Montags eingeführt und ist sozusagen der „Ruhepol“ der Wichtel.)

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(Jeden Montag im Wohnzimmer)

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Samira (Wichtel)

„Aber ich will euch nicht zu viel loben, schließlich existieren unsere Freundschaften zu einem nicht unerheblichen Teil auch daraus, dass ich mich dauernd mit euren Mimimi’s herumschlagen muss. Das Gefühl, dass in vielerlei Situation eine entschlossene Hand gebraucht wurde, hat mich tief im Wirken des Wohnzimmer’s verankert; schließlich ‘macht’s ohne mich ja keiner’ und überhaupt, ‘was würdet ihr denn ohne mich machen’. (Vermutlich einen gemütlichen Abend haben aber wer will das schon.) Durch all dies konnte ich ja auch nicht ignorieren, wie viele Kontroversitäten in diesen wenigen Quadratmetern kursieren und ich werde nicht den Elefanten im Raum ansprechen sondern lieber sagen: Ich bin froh über das, was ich hier gefunden habe und ich bin noch glücklicher darüber, dass ich mir aussuchen darf, was ich dort finde.

Ja, was ich letztens erst gehört habe, scheint treffend zu sein; wir sind vieles aber vermutlich nicht das, was man sich erzählt. Und das, was mich am meisten in diesem Satz interessiert, ist das wir. Egal, was man über uns sagt, was jeder von uns verstanden hat und anderen gerne vorlebt, ist, dass es keinen Egoismus geben sollte, sondern, dass das Wir im Vordergrund steht. Die Linksextremisten aus Marburg werden mir bestimmt die Worte im Mund herum drehen und uns mal wieder als Kommunisten konnotieren, wenn sie das lesen sollten, aber zum Glück ist mir das egal. Zum Glück kann mir das egal sein, solange ich weiß, wo ich hingehöre.“

(Der Elfant scheine übrigens ich zu sein, aber die meisten sprechen mich an 😉 SaMila und ich haben eher ein hitziges Verhältnis, aber in der Not stehen wir beide sofort im Wohnzimmer 😉 )

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Mel (Wichtel, mit eigenem Blog)

„Ich hatte vorher nie so viel Kontakt mit „Nicht-Blinden“ und musste einiges lernen und in viele Fettnäpfchen treten. Ich habe Quantensprünge gemacht und Erfahrungen, die ich nie zu machen erwartet hätte. Es kommt eben immer anders als man denkt. (…)

Für mich ist das Wohnzimmer ein Ort wo ich Masken fallen lassen darf.
Was man im Wohnzimmer wirklich lernt ist, dass man seltsame Leute ins Herz schließen kann und dass man selbst seltsamer ist als man dachte.

Klar geht ihr mir teilweise auf den Keks oder bringt mich dazu wütend zu werden. Manchmal verstehe ich euch einfach überhaupt nicht oder glaube nicht, dass wir alle wirklich ein gemeinsames Anliegen haben. Aber ich habe euch nunmal furchtbar dolle lieb und ich will keine andere Gemeinschaft mehr.“

(Mel unsere Königin der Blinden ❤ Da Marburg die Blindenhauptstadt ist, hat unser Projekt sehr viele Blinde zu uns geführt, da sie hier einen anderen Umgang finden, in dem sie sich sehr Wohl fühlen. Mel steht mittlerweile mit ihren 5% Sehkraft zapfend hinter der Theke oder wirkt nun selbstsicher auf ihre Projekt und Theater Ziele hin. Traumhaft diese Entfaltung zu sehen, vom kleinen Mäuschen hin zum sich selbst erkennendem und wirkendem Wesen ❤ )

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(Verena und Max, die als erste das Konzept nahmen und ihre Version davon in Form der DANKBAR Mannheim schufen! Wundervolle Menschen, die den Wandel vorleben! ❤ )

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Stephi (Wichtel)

Ich traf Leute die ich nicht verstand aber mochte, welche die ich kennen lernte und mich mit Ihnen gut verstand. Viele die ich nun als Freunde bezeichnen kann und auch welche, die ich eben als das komplette Gegenteil empfinde.
Ich hatte dort die interessantesten Gespräche, die wundersamsten Begegnungen, merkwürdige Gedankengänge und lustigsten Situationen.

Durch meine eigenen Probleme hatte ich oft die Angst mit fremden Menschen in Kontakt zu kommen, doch schon vom ersten Moment an, ging es mir in unserem Wohnzimmer nie so. Man hat sich einfach hingesetzt und keine 2min später war man in einem Gespräch mit Menschen die man gar nicht oder kaum kannte.
Man hat gelacht, geredet und die Zeit vergessen. Die ganzen Alltagssorgen entweder mal in die hinterste Ecke der Gedanken geschoben oder aber über sie diskutiert. (…)

An einem Abend, das weiß ich noch genau, ging es mir echt mies. Ich hatte mit vielen Problemen zu kämpfen. Probleme die ich mir selber machte, indem ich versuchte immer für jeden da zu sein und selbst in meinem Chaos versank. Ich war gut 3 Monate nun schon im Wohnzimmer ein und aus spaziert, als ich mir einen Block, einen Stift und einen ruhigen Flecken im Raucherraum suchte. Ich fing an zu schreiben. Alles was mir Grade durch den Kopf ging und schlussendlich ist mir nur eine Stelle wirklich in Erinnerung davon geblieben:
“ der Ort für das Selbst ist kein Raum… der Ort sind Menschen. Der Ort ist ein Gefühl vom Sein und er blüht auf durch die Verschiedenheit der Menschen.“
Und genau das ist es was unser Wohnzimmer so einzigartig für mich macht. Die Verschiedenheit der Menschen die man hier treffen kann, lässt einen das Gefühl zuteil werden, gleichzeitig ein Sandkorn im Wind zu sein und der bedeutende Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt.
Und dieses Gefühl brachte für mich so viele wundervolle Begegnungen. Menschen die für mich Familie geworden sind, Menschen bei denen ich weiß, dass ich Ihnen alles erzählen kann, Menschen die ich liebe. (…)

Und all das sind nur Bruchstücke von all dem was ich erlebt habe in unserem Wohnzimmer. Viele Dinge erzähle ich gerne, viele behalte ich gerne für mich. Doch das Gefühl von mittendrin statt nur dabei, wird jeder sofort bemerken wenn er nur mit offenen Augen zu uns kommt.“

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(Ende 2017 hat uns Bilbo Calvez mit ihrer Bärensuppen-Tour besucht. Aber lassen wir auch sie selber zu Wort kommen, Auszug aus dem Update von Bilbo Calvez: 

„Marburg. So eine schöne Ankunft! Wir werden auf der Straße von lieben Gesichtern begrüßt und ganz schnell sind da Hände, die uns helfen, alles was wir für das Event brauchen aus dem Bus herauszutragen. Es wird ein ganz besonderer Abend! Das Wohnzimmer von Hannes für Frieden ist voll. Die Leute sind aufgeklärt, motiviert, hilfreich, aufmerksam, und und und! Ich erzähle viel an dem Abend, ich habe ja ein Mikrophon und wie gesagt ein besonderes Publikum.
Die Suppe kocht zweimal und wir haben, natürlich, mehr als zuviel!
 

Anja & Hannes, ihr leistet eine wunderbare Arbeit und ich werde wiederkommen!“)

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Phillip Leo (Leonidas – Bewohner)

Der ursprüngliche Grund – ich muss es ganz ehrlich sagen – dort hin zu gehen, war die Foodsharing-Station, die es damals in ja in großem Umfang gab, und kurze Zeit später der Billardtisch (und ich kam natürlich nicht ohne die allgemein bekannten Gerüchte im Gepäck dort an).

So habe ich meine erste Zeit im Wohnzimmer überwiegend im Billardraum und an der Theke (in Kneipen wegen der Nähe zur Quelle üblicherweise mein Lieblingsplatz) verbracht und hatte kaum bzw keinen nennenswerten Kontakt zu Menschen im Wohnzimmer.(…)

Seitdem hab ich natürlich nicht nur schöne Abende im Wohnzimmer verbracht und nicht mit jedem bin ich direkt klar gekommen, aber ich habe dort unvergleichliche Momente erlebt und ganz besondere, liebenswerte Menschen getroffen, die ich nicht mehr aus meinem Leben wegdenken möchte.

Und ich habe es bestimmt schon mal erwähnt, sowas passiert mir schon mal, aber hätte Mephisto Faust ins Wohnzimmer gebracht, hätte er seine Wette wohl gewonnen…
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich mit Sicherheit niemals den Entschluss bedauern werde, in die Gisselberger Straße zu gehen um mir einen Laib Brot zu holen…“

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(Jeden Dienstag: wubba lubba dub dub)

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Ine (Bewohner, mit eigenem Blog ❤ )

(…) Was ich dort auffand war für mich kaum zu beschreiben. Jeder kümmerte sich um Jeden. Es wurde gemeinsam gelacht, geweint, gefeiert und getrunken. Es war und ist unglaublich, mit all seinen Höhen und Tiefen. Einfach grandios. (…)

Auch an diesem Abend an dem ich aufschlug, wurde diese Meinung gefestigt. Menschen aller Art, saßen zusammen und verbrachten den Abend in geselliger Runde miteinander. Egal ob Debatten über den glauben, Billiard oder Dart spielen oder einfach nur beim gemeinsamen Bier chillen.
Die Wohnzimmerregeln appellieren an ein liebevolles und harmonisches Miteinander.
Von den Gerüchten die herum gehen/gingen distanziere ich mich bis heute, da sie eher dem Bild von „Stille Post, nur in laut“ entsprechen.(…)

Ich für meinen Teil wurde dort aufgefangen. Mir wurde gezeigt, dass ich gut bin so wie ich bin, und sollte ich mich mal daneben benommen haben, wurden ein paar liebevolle, verbale „Dachlatten“ verteilt und mir wurde gezeigt wie es auch anders gehen kann.(…)

Das Wohnzimmer kann man nicht beschreiben, man sollte es erlebt haben.
Für mich ist es meine Familie geworden. Der Ort an dem ich akzeptiert werde wie ich bin und eine Menge lustige wie auch erkenntnisreiche Abende hatte.
Seit es den „Happy Kids Day“ gibt, sind meine Tochter und ich auch dort fester Bestandteil. Dort ist dann alles Kindgerecht mit Kaffee für die Großen und Tee und Säfte für die Kleinen sowie Kuchen für alle. Dort lauschen wir den Wünschen und Gesprächen der Kinder, gestalten gemeinsame Kunstprojekte, meditieren mit Anja am Klavier oder „Jung und Alt“ hüpfen gemeinsam über Tische und Bänke.
Vor einiger Zeit äußerte meine Tochter: „Mama? Weisst du was mein mit schönster Tag war? Als wir das erste mal beim „Happy Kids Day“ waren.“
Mehr braucht man dazu glaube ich nicht mehr sagen.

Seit über einem Jahr bin ich fester Bestandteil dieser wundervollen Einrichtung und bei meiner Therapeutin spreche ich öfter vom Wohnzimmer als „DIE Selbsthilfegruppe des Lebens“. Auch meine Therapeutin ist erstaunt welche positive Entwicklung ich gemacht habe seit ich dort hin gehe. Was akzeptiert werden doch für eine Wirkung haben kann. 😉
Und nicht zu verachten ist, dass Jeder Jedem hilft wie er nur kann und Dankbarkeit ein großer Faktor in allen Bereichen ist. Egal bei was.
Es ist einfach wundervoll ❤ In Liebe Ine

Ines Tochter (Happy Kids Day – Veteran)

Was kannst du übers Wohnzimmer sagen?

A: es ist schön. Es ist ein guter Ort zum Geburtstag feiern. Die Leute da sind immer sehr nett. Besonders Anja und Hannes. Und es gibt leckeres Essen, nur nicht Alles ist lecker, z.b. die Brennesselschnecken von Mama nicht!

Was magst du da am liebsten?

A: Anja und Hannes. Die spielen immer sehr gut mit den Kindern da und am liebsten mag ich den Raum wo man auf den Tischen rum springen kann.

Gibt es etwas, das du nicht toll findest?

A: Garnichts, ich kann eigentlich nur Gutes sagen.

Gibt es etwas was dir dort besonders gefällt?

A: Anja und Hannes beschäftigen sich immer gut mit den Kindern da und muntern uns auch auf, die wollen ja keine traurigen Kinder da.

Was machen die denn so mit Euch?

A: Zum Beispiel kitzeln die uns, lassen uns Klavier spielen, spielen mit uns Fangen.
Plakate haben die mit uns gemalt und spielen mit uns Tiere wenn sie Zeit haben. Und Huckepack. Aber nur manchmal.

Würdest du sagen, dass das Wohnzimmer ein toller Ort ist?

A: Nein! Sondern ein ganz besonderer Ort der nie abgerissen werden soll & immer da bleiben soll.

Wie würdest du das Wohnzimmer beschreiben?

A: hm… da sind immer ganz viele Kinder. Die haben da spass. Und da gibts so ne anja und ein hannes.
Manchmal machen wir einen Zaubertrick und zwar „sehen ohne Augen“, da kriegt man so ne Brille vor die Augen und jemand hält ein buntes Papier vor die Augen und der der die Brille vor den Augen hat, muss die Farbe vom Papier erkennen.

Was machen die Eltern der Kinder da?

A: Manchmal treffen sie sich an der Theke wo das essen steht und reden miteinander und manchmal spielen sie mit den Kindern.
Einmal hat Larissa uns Kindern die Gesichter geschminkt und die Stephi ist lustig, die war mal ein Schmetterling.

Was würdest du dir für das Wohnzimmer wünschen?

A: hm… das noch mehr Kinder kommen und eine Hüpfburg. Denn Hüpfburgen mag ich.
Und das es das Wohnzimmer für immer und ewig gibt.

Darf Hübi das auf die Homepage im Internet stellen, das andere vom Wohnzimmer erfahren?

A: ja… Hübi hüb hüb hüb *kicher*

(Ich weiß gar nicht wie alt sie jetzt im physischem ist, so um die 5?, aber eine uralte strahlende Seele die kleine A. ❤ Seit 2018 macht Anja den Happy Kids Day jeden ersten Samstag von 14-18 Uhr und plant auch einen monatlichen „ZEIT für Teenies“-Event für alle zwischen 12-16 Jahren)

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(Jeden ersten Samstag im Monat 14-18 Uhr: Happy Kids Day

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Anja (Wichtel, mit eigenem Blog)

3 Jahre Wohnzimmer hört sich erst mal gar nicht so lange an und doch fühlt man, als wäre man schon eine Ewigkeit mitten drin.
Ich kam durch eine wunderbare Gesprächsanalyse mit Hannes überhaupt erst Mal zum Thema “Wohnzimmer“. Tja und das war 2015. Nach einer langen Nacht Dienst (der bis ca. 9 Uhr Morgens ging) fragte mich Hannes ob ich denn Bock hätte mich ein wenig mit ihm zu Unterhalten. Klar, wartete ja schon eine Zeitlang darauf mich mit ihm auszutauschen. Man muss dazu sagen, dass ich für ihn an der Tür vom Till Dawn arbeitete und das schon seit ein paar Jahren. Ich war durch einen Unfall eine Zeitlang nicht da und hörte von den Veränderungen von Hannes. Jeder behauptete er sei verrückt geworden, weil er alles verschenkte – und das er wohl erwacht wäre, was für Leute, die nicht wissen was das hieß und was es bedeutete erst mal als “VERRÜCKT“ abgestempelt wurde. (…)

Letztendlich bin ich dann Ende 2016 endlich mal im Wohnzimmer aufgeschlagen…
Ich wurde an diesem ersten Abend mit so viel Liebe und Aufmerksamkeit von allen die da waren aufgenommen. Nach dem ich dann öfter dort hingefahren bin (ich kam aus dem ca. 63 km entfernten Braunfels) verstand ich Andere nicht, die mir versuchten zu erzählen, wie schlimm und wie verrückt es da wäre, weil man dort alles verschenkt und die Wichtel freiwillig ihren Dienst dort machten. Ich war BEGEISTERT!

Wie es auch anders nicht sein konnte, brachte ich mich dann auch als Wichtel dort ein und Hannes und ich waren (was wir ja schon wussten) seit dem Unzertrennlich. Für viele waren wir ein Dorn im Auge, nämlich, die Anja (die ja älter als Hannes ist) und Hannes, der ja Verrückt ist, hängen nur im Wohnzimmer rum und versuchen noch mehr umzusetzen. Es ging sogar soweit, das mein ehemaliger Chef der Sicherheitsfirma mich entlassen hat, weil ich nicht bereit war mich von Hannes und dem Wohnzimmer zu trennen. Dies bestärkte mich noch mehr meine Energie da hinein zu stecken, dass ich mit meinem Sohn nach Marburg gezogen bin und das direkt in die WG von Hannes. Das Wohnzimmer und seine Wichtel sind ein ganz großer Teil in meinem Leben geworden – und ja, es ist eine ganz besondere Familie für mich. Ich habe dann irgendwann den “Happy Kids Day“ ins Leben gerufen und bin begeistert über die vielen Ideen von den Kids , die mir immer wieder zeigen, dass es die beste Entscheidung war im Wohnzimmer aufzuschlagen. Es gibt immer mal Höhen und Tiefen untereinander und ich finde dies auch gar nicht so schlecht, weil als Gemeinschaft vom Wohnzimmer wir immer alle zusammen halten. Das Wohnzimmer ist der Anfang für Alle um zu lernen sich in einer Gemeinschaft mit Jung und Alt, mit Reich und Arm, mit Sehend und Blind, sowie mit Erwachten und die, die es noch werden zusammen etwas auf die Beine zu stellen. Eben als Gemeinschaft…

Es wird nicht bewertet, wer besser oder schlechter ist, es wird versucht bei Problemen zu helfen und Lösungen zu finden. Und das mit einander Feiern verbindet ja sowieso…
DANKE an ALLE, das ich ein Baustein dieses Wohnzimmers sein darf…
In Liebe und Freude Anja 🙂

(Tja meine Zwillingsseele, da kann ich an dieser Stelle nur schwärmen und erspare euch das Gesülze. Sie schreibt mittlerweile auch einen Blog über ihre Erfahrungen ❤ )

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Jana (Bewohner) 

(…) Ich wohnte noch nicht lange in Marburg und habe vorher auch noch nie etwas über das „Wohnzimmer“ gehört – außer einer Sache, dass Hannes der Verschwörungstheoretiker schlechthin sei.

Damals konnte ich mir noch unter diesen ganzen Themen gar nicht so richtig was vorstellen und bin deshalb auch unvoreingenommen mit ins Wohnzimmer gekommen, da ich mich sowieso da schon für die alternative Lebensweise interessierte – und seitdem war ich fast täglich, mit einigen längeren und kürzeren Auszeiten dort.
Von Anfang an haben mich das Wohnzimmer – die Bewohner – in guten sowie in schlechten Zeiten begleitet.
Es war total ungewohnt für mich – eine ganz neue, aber positive Welt.
Ich habe viele tolle, nette Menschen durch das Wohnzimmer kennen und lieben gelernt – auch tiefe Freundschaften haben sich gebildet & das Konzept fand ich auch von Anfang an super. Es gab immer Höhen und Tiefen, wie in einer großen Familie.

Quasi habe ich durch das Wohnzimmer erst richtig zu mir gefunden und mich somit rasant entwickelt – in meinem Denken, Handeln und einfach meinem SEIN.
Immer kamen bzw. Kommen neue Menschen ins Wohnzimmer und sind vermutlich auch erst einmal überfordert mit dem Konzept aber es dauert meist nicht lang – so wie bei mir damals – dass sie EINS werden mit der Wohnzimmergemeinschaft.“

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(Ab Februar 2018 startet Anja den neuen „Zeit für Teenies“ -Event)

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Karsten (Wichtel)

Ich bin Ende Juni, Anfang Juli 2015 (…) Da bekam ich dann gesagt, dass es das “Clou“, dass ich in all den Jahren davor vielleicht 3 mal betreten hatte und nur als “irgendwie verrauchte Metal-Kneipe“ eingeordnet hatte, nicht mehr gibt und bekam die Regeln zu lesen. Ich fand dieses “Konzept“, dass alles privat ist und auf Schenkungsbasis aufbaut, so gut, dass ich dachte: “Da willst du mit machen.“ Meinen Urlaub, 3 Besuche und ein längeres Gespräch mit Hannes später bin ich dann mitte – ende September beim Wichteltreffen dabei gewesen und seit dem bin ich dabei.

Mich beeindruckt bis heute, dass jeder Mensch grundsätzlich erstmal willkommen ist, egal wo er her kommt, wer er ist, was er vorher war oder gemacht hat. Die einzige “Bedingung“ ist eigentlich die Akzeptanz anderer Menschen und anderer Meinungen.

Für mich ist das Wohnzimmer ein Treffpunkt für Menschen. Hier treffen sich Schüler, Studenten, Leute, die arbeiten, Leute, die das -teils aus freiem Willen, teils unfreiwillig – nicht tun, Menschen, die in ihrem bisherigen Leben gescheitert sind und solche, die erfolgreich sind. Und, Überraschung, das funktioniert meistens sehr gut. Egal ob jemand eine komische Einstellung, einen anderen Glauben, eine andere sexuelle Orientierung oder eine “Behinderung“ hat, die meisten sprechen früher oder später miteinander und eben nicht (mehr) über- oder gegeneinander. Ich habe hier Toleranz und Akzeptanz erfahren und gelernt. Ich muss nicht mit jeder Ansicht von jedem Menschen konform sein, ich kann aber versuchen, diese Ansicht und den Menschen zu verstehen.

Ich bin gern in diesem Menschen-Wirr-Warr, denn ich treffe hier immer wieder tolle Menschen, die mir sonst nie über den Weg gelaufen wären.

(Karsten, eine der Kernsäulen im Wohnzimmer, auch wenn das der eine oder die andere bei seinem Bürokratischem Wesen mal übersieht. Er bringt sich auf soviele Weisen ein, da verzeiht man gern auch mal den einen oder anderen längeren Monolog  🙂 )

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Tschiggi (Wichtel)

(…) An der Lahn wurde mir dann schon erzählt dass es ein paar Änderungen gab und ich zuerst einen kleinen Hefter lesen sollte, um alles grob zu verstehen. Gesagt, Getan, Geliebt! Zuerst nur in Begleitung, aber dann immer häufiger alleine, traute ich mich ins Wohnzimmer. Is ja eh Irgendwer da, den man kennt oder vielleicht kennen lernen möchte. Ich wurde Wichtel und bespaße euch jetzt Montags mit Hübsi bei der Kack-aoke.

Man sagt Familie kann man sich nicht aussuchen, doch ich hab’s gemacht. Umso mehr bedrückt es mich wie uns Manche – ohne uns zu kennen – einfach abstempeln: „die sind Hannes Jünger“ usw. GEEENAU! Aufnahmetest fürs Wichtelwerden ist übrigens Aluhutknicken auf Zeit mit verbundenen Augen!

Ich habe einen Ort gefunden wo ich so akzeptiert werde wie ich bin, wie ich mich fühle, an jedem Tag. Egal ob Wach oder Müde, Glücklich oder Traurig. Wo ich ohne zu zögern auf neue Besucher zugehe und ihnen begeistert von dem Projekt und dem Gedanke dahinter erzähle. Ich freu mich jedes Mal über das Gesicht wenn ich sag: ja 3 Jahre jetzt schon! (…)

Danke für diese Tolle Zeit mit euch, auf die nächsten 100 Jahre und noch mehr.

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(Seit 2005! Jeden Donnerstag „Offene Magic Runde„)

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Carsten (Bewohner)

Die Frage „Wie geht es dir?“ beantworten wir heutzutage gerne mal mit ‚gut‘, auch wenn das nicht immer der Fall ist. Als ich im Februar 2016 ins Wohnzimmer kam, wollte ich einen Ort an dem ich bei einer Runde Billard entspannen konnte und niemand diese Frage stellte, denn reden wollte ich nicht. In einer Zeit in der mich vieles einfach nur genervt hat, fand ich dort einen Platz der Ruhe.
Nach ein paar Abenden stand ein großer, bärtiger Typ vor mir und fragte mich wie ich heiße. ‚Carsten, wieso?!‘ war meine kurz angebundene Reaktion. Er grinste und sagte, ‚Ach cool, jetzt haben wir noch einen Carsten!‘ – schätzungsweise war dass der Moment in dem ich ein Teil des Wohnzimmers wurde, auch wenn mir dieser Gedanke noch widerstrebte. Immerhin war mein Ziel ja nur etwas Ruhe und Abstand vom Alltag.
In den darauf folgenden Wochen unterhielten sich immer mehr Leute mit mir. Ich lernte meinen besten Kumpel Loki kennen, sowie einen gelegentlichen Mitbewohner (Grüße an Marius gehen raus) und aus Smalltalk wurden Gespräche mit neuen Freunden, die mir ihre Sorgen anvertrauten. Und auch ich lies einigen Personen gegenüber die metaphorische Maske fallen.(…) Die Integration war abgeschlossen… aus einem neutralen, emotionslosen Ort wurde tatsächlich ein Wohnzimmer für mich, in dem ich eigene Energie miteinbrachte, denn – auch wenn man sich manchmal gegenseitig nervt – oft genug konnte ich mich dort wieder aufladen. Vielen Dank an euch bunte Gestalten 😛

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Matze (Wichtel)

„Am ersten Geburtstag des Wohnzimmers saß ich als taufrischer Marburger alleine an der Theke und ließ das bunte Treiben auf mich wirken. Schnell fand ich Anschluß und tauchte ein in eine für mich neue und aufregende Welt. Eine kleine Bühne für große Darbietungen, Drama, Tragödie, Komödie und Improvisationstheater. Voller Paradiesvögel, grauer Mäuschen, Opfer, Täter, Akteure und Statisten in ständig wechselnder Besetzung. Engstirnigkeit und Weltoffenheit, Verständnis und Ablehnung, alles auf engstem Raum vertreten und meist im regem Austausch am selben Tisch über ein Bier im Gespräch vertieft. Mit viel Engagement und Herzblut ehrenamtlich am Leben gehalten von einer kleinen Gruppe bunt zusammen gewürfelter liebenswerter Wahnsinniger in der ich schnell meinen Platz fand. Ich durfte Mittwochs Metal und Samstags Classic Rock Musik auflegen und war auf einmal mittendrin in einer neuen Welt, die ich mir niemals erträumt hätte. Neue Menschen, unvergessliche Abende, Begegnungen und Erfahrungen.

Hier musste ich mich nicht verstellen um akzeptiert zu werden. Fand ein offenes Ohr, eine Schulter zum ausheulen, einen großen Eimer zum auskotzen, Diskussionen über Gott und die Welt, unglaublich viel Spaß und Offenheit. Ich fühlte mich vollkommen vorurteilsfrei aufgenommen, entdeckte neue Talente, begann mich neu zu entdecken und verstehen, mein eigenes Selbst- und Weltbild zu hinterfragen, abzureißen und neu zu malen. Der Start eines langen, schmerzhaft schönen Prozesses der Selbstfindung, der noch lange nicht abgeschlossen ist.

Doch wo viel Licht ist, ist immer auch der Schatten.

Viel Gegenwind und starken Seegang muss die Wohnzimmer Crew aushalten um das Projekt am Leben zu halten. Der schlechte Ruf, am Leben erhalten von Menschen die zum Teil nicht einmal vor Ort waren um sich selbst ein Bild zu machen, Menschen die mit dem Konzept und der Offenheit vollkommen überfordert sind und schließlich sogar ein Anschlag, der unsere quasi nicht vorhandenen finanziellen Mittel und den Einsatz der Wichtel an Ihre Grenzen gebracht haben, und uns doch gezeigt hat was wir für ein gutes Team sein können. Wir stellen uns oft genug gegenseitig ein Bein aber heben uns immer wieder auf wenn wir gefallen sind, stehen gemeinsam füreinander ein, oder uns gegenseitig im Weg. Je nach Tagesform. Und manchmal lernen wir sogar was draus 🙂
Ich freu mich auf die nächsten Jahre. Vielen Dank für die unglaubliche Erfahrung.

Und denkt immer dran: Es ist unser Wohnzimmer!

Bringt euch ein, gestaltet mit, habt Teil an einer einzigartigen Gemeinschaft.

Nicht beschweren sondern besser machen. Legt die Vorurteile an der Tür ab und schaut einfach mal was passiert. Aber Vorsicht: Das kann eine wilde Fahrt werden 🙂

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(Thomas Schwellenbach Wichtel am Dienstag, sieht die Welt mit anderen Augen. Und genau dies nutzt er für seine Schwarz-Weiß-Fotografie. Unten ein paar Bilder unseres Potrait-Events)

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Öff Öff & Anke (Besucher)

2010 lud mich Anke ein, aus einem Naturschutz-Gebiet in Sachsen, in dem ich als „Waldmensch“ lebte, nach Marburg zu kommen – wo ich einerseits gewiss auch ein Stück Natur finden könnte, auf dem ich weiter ‚Natur-Lebensweise ohne Luxus, Staat und Geld‘ vor-demonstrieren könnte, und wo ich andererseits erheblich mehr soziale und kulturelle Resonanz finden könnte als in der Abgeschiedenheit Sachsens (…)
Besonders in Verbindung mit der Montags-Mahnwachen-Szene fand ich spannende Kontakte, zu Udo Wierlemann, zu Hannes, und zu manchen anderen auch…
Ich warb überall für die Schaffung von Lebens- und Projekt-Formen, die für radikal offene Argumente-Kultur und freiwillige Gesamt-Verantwortlichkeit stehen können – was ich schon seit 1991 unter dem Titel „Schenker-Bewegung“ (bzw. „Bewegung für Ganzheitliche Nachhaltigkeit“) an verschiedenen Stellen Deutschlands versucht habe und wo es ein paar Projekte auch schon gibt…(…)
Und ich war beeindruckt, als Hannes bei einer Montags-Mahnwache verkündete, dass das Schimpfen über die Politiker nicht wirklich was bringe, solange wir nicht bei uns selbst mit der Veränderung anfangen, und zwar gründlich… Und dass er deshalb künftig als ein „freier Schenker“ wirken wolle, und seine „Musik-Kneipe Clou“ umgestalten wolle zu „Hannes‘ Wohnzimmer“, was er uns allen als einen Ort wahrhaft menschlicher und offener Begegnung anbieten wolle, nicht kommerziell, mit geschenkten Getränken, und Nachkauf, wenn genug Spenden dafür in die Spenden-Box kommen, usw… Und mit seinem zerschnittenen Ausweis, der an die Theke geklebt wurde… (…)
Ich bin jemand, der ziemlich weit vorneweg auf Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit achtet. „Ein Mensch, ein Wort!“ steht bei uns in Schenker-Bewegung vornean… – Und ich muss sagen, dass ich Hannes in der Marburger Gegend als einen der aufrichtigsten und verlässlichsten Menschen kennengelernt habe bisher… Auch in diesem Sinne freuen meine Frau Anke und ich uns über das Zusammenwirken mit Hannes…

Was ist das Wohnzimmer für mich/uns?

Das Wohnzimmer ist eine sehr spannende Anlauf- und Sammel-Stelle für Menschen, auch aus wildesten und verrücktesten oder party-spaßigsten Szenen, mit schönen Umgangs-Regeln unter den Besuchern, liebevoll, kinderfreundlich, hundefreundlich usw… Und es ist ein sehr faszinierender ‚Durchlauf-Erhitzer‘ für die Entwicklung von Menschen, in Richtung zu Bewusstwerdung und Verantwortungs-Reife…(…)

(Auch wenn Öffi einen anderen Weg für sich gewählt hat, wissen wir beide, das wir ein gemeinsames Anliegen verfolgen, Eine friedliche Welt und ich bin beeindruckt von Öffis Hartnäckigkeit, die er dem System entgegen wirft. Ein wunderbarer diskutiersüchitger Mensch, der schon seit Jahrzehnte aufgrund seiner Ansichten in den Fokus allerlei Dreckschleudern geraten ist.)

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(Jeden ersten Sonntag treffen sich die „Jesus Freaks Marburg“ Nachmittags um 15 Uhr zu ihrem eigenen Gottesdienst im Wohnzimmer)

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Sarah (Wichtel)

(…) Ich kann mich noch gut an eine Zeit erinnern, in der es mir leider nicht so gut ging. Doch ich wurde durch Martin und Hannes aufgefangen. Und so habe ich für mich entschlossen dem heutigen Projekt „Wohnzimmer“ beizuhelfen.
Die Gemeinschaft, das füreinander da sein und vor allem die Liebe untereinander begeistern mich immer und immer wieder. Denn so mit der Zeit wurde das Wohnzimmer ein Stück zu Hause und Familie für mich.
Ich fühle mich wohl, geborgen und aufgenommen. Ich kann meine Sorgen teilen und mir wird geholfen, denn immer ist jemand für mich mit einem offenen Ohr und einem guten Ratschlag da. Und ich glaube, ohne das Wohnzimmer wäre ich nicht zu dem fröhlichen, ausgeflippten und verrückten Menschen geworden, der ich heute bin.

Klar, gibt es auch manchmal Streitigkeiten unter uns und wir gehen uns gegenseitig auf die Nerven. Aber in welcher Familie gibt es dieses Problem nicht? Am Ende sitzen wir wieder zusammen und können miteinander lachen, singen oder brüllen dummes Zeug durch die Gegend. (…)

Liebe. Fotze. Nen Scheißdreck.

(Hat’se nich gesacht!)

Johannes (Bewohner)

(…) Das Wohnzimmer ist mein Zuhause. Hier sind die Menschen, die mich nie im Stich gelassen haben, obwohl ich am Anfang noch eine riesengroße Klappe hatte. Und das war noch nicht mal die einzige Macke an mir. Trotzdem werde ich verstanden und respektiert. Jeder, der mich näher kennt weiß, dass ich ein großes Herz habe. Allein der Weg ist das Ziel.

Wo ein Wille, da ein Weg.

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(Ergebnisse des letzten Shootings: Man könnte nen Wichtelbingo draus erstellen. Man sieht, das Thomas mit Herz seiner Berufung folgt, hier der Link zu seiner Seite ❤ ) 
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Soviel zu den anderen Meinungen zum dreijährigem Bestehen, auch ich habe Hübis Fragen beantwortet, was ich euch nicht vorenthalten möchte, doch gibts vorher, ein kleinen Einblick zum Gegenwind, den in erster Linie ich hervorgerufen habe, sich aber auch deutlich auf das Wohnzimmer und deren Bewohner & Besucher abfärbt.

Das ich mir einen krassen Weg ausgesucht habe, um neue Wege zu beschreiten, steht völlig außer Frage. Da kann jeder selber für sich entscheiden, wie weit er seine Überzeugungen vertreten sollte. Ich hab beschlossen das ich mit allem Transparent umgehe. Leider dient das den meisten nur um sich Argumente aus Kontexen zu reißen, um die Idee des Wohnzimmers oder mich in einem völlig verzerrtem Bild darzustellen. Für die Nazis bin ich ein linker Anarchist, Für die Linken bin ich nen rechtsesoterischer Reichsbürger, Sektengründer steht auch im Raum, da viele Menschen, in meinem Umfeld, ihr leben zu ändern beginnen, was man oben ja deutlich erkennen kann, woran das liegt. Oder man regt sich darüber auf, das ich mich für etwas besseres halten würde, da ich mich selbst als „erwacht, betrachte. Wer sich daran anstößt sollte sich vielleicht auch mal die Zeit nehmen meine Definition davon zu verstehen. Ein wenig Zeit und geistige Offenheit sollte man mitbringen, aber in folgendem Artikel lege ich meine Perspektive dazu jedem offen: „Was ist „Aufgewacht“ und wer definiert es?

Grundlegend habe ich analysiert, das es in erster Linie Ängste sind, um das jeweilige Weltbild zu erhalten, denn meine Worte und meine Taten gefährden dies absolut. Anja und ich nutzen diesen Mechanismus wenn wir mal unterwegs sind, wir nennen es „Triggern durch Anwesenheit“ Ein kleines Beispiel:

Marburger Metalszene & Till Dawn

Im November, waren wir auf der Hard’n’Heavy im Till Dawn. von den ca. 600-700 Besuchern, kenn ich sehr viele, schließlich habe ich bis Herbst 2016 jede H’n’H aufgelegt und in den letzten 15 Jahren maßgeblich die Metalszene in Marburg zusammengeführt. Mittlerweile bin ich für die meisten eine „Persona non grata“. Sprich, es gab an diesem Abend geschlagene 3 Leute die mir in die Augen sehen konnten und ein bis zwei, die Anja und mich von sich aus angesprochen oder begrüßt haben. Dafür das dies mal meine Angestellten und Freunde waren, ein deutliches Armutszeugnis. Auch meine Hilfe, die Sascha (Meine Dualseele) immer zur Verfügung stand, wird nicht angenommen im Till Dawn, mir wird nicht mal zugestanden diese Vorzutragen. Warum auch mit mir reden, ich bin eindeutig verrückt und mich kann man aufgrund meines Öffentlichen Wirkens nicht mehr mitwirken lassen. Auf der anderen Seite, wird das Gerücht gestreut, ich hätte den Laden im Stich gelassen.

Manchmal hat mich dies sogar traurig gemacht, zu beobachten, wie das Till Dawn innerhalb kürzester Zeit, den Erfolg den wir gemeinsam aufgebaut haben verspielt. Dies leider durch die Entscheidungen von Sascha den ich damals bat, den Laden zu übernehmen. Ich hab lange versucht, helfen zu dürfen. Resultat daraus?

Man hat sich entschlossen, direkte Konkurrenz zu unseren Wohnzimmer-veranstaltungen zu starten. Auf der einen Seite, darf ich dort nicht helfen oder gar Ideen vorschlagen und auf der anderen Seite kopieren sie nun unsere Veranstaltungen, zu Zeiten als ich das Dawn führte, haben wir uns über die Ideen-Klauenden Konkurrenten lustig gemacht. Man sieht, alles ist im Wandel…
Ein trauriger Gipfel der Lächerlichkeit, der mich manchmal auf den Gedanken führt, ob wir nicht doch wirklich in Terry Pratchets Scheibenwelt leben. Das ist nur ein Beispiel, von dem ich unzählige aufführen könnte, in Familie, Freundschaften, Geschäftsbereichen etc.
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(Jeden ersten Freitag im Monat: „SchwarZer Freytag„)
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 „Der Anschlag“

Im Sommer 2017 kam es dann sogar zu einem Farbanschlag durch Linksextremisten auf unser Wohnzimmer. Unfassbar, nur weil ein Ort der Freien Meinung nicht geduldet werden darf. Aber wozu sollten wir uns aufregen? Wie man damit umgeht ist die wichtige Frage und gerade der Anschlag, hat eine Energie des Zusammenarbeitens und Zusammenhalts in unserem Wohnzimmer ausgelöst, ohne den wir vielleicht nicht das Sommerloch 2017 überstanden hätten. Zudem führt diese negative Gerüchteküche, sehr viele zu uns, die genau nach Orten suchen, an denen sie mal über andere Themen reden können, als das Alltägliche „blabla“ oder irgendwelcher Faschistoiden Haltungen, egal aus welcher Richtung. Ich für meinen Teil habe beschlossen, nicht auf diese „Werbe“-Gerüchte einzugehen, doch gab es auch dort eine Linie die vor kurzem Überschritten wurde. Dazu hab ich einen kleinen Text in den Wichtelkreis eingebracht, der auch meine sozusagen „dunkle“ Seite zu 10% Repräsentiert, die ich nutze um das Gesamtprojekt zu schützen:

Die Gerüchte-Waschmachine:

Ich würde mich angeblich an den Schenkungen persönlich bereichern & das Projekt fallen lassen.

In den letzten Wochen scheint die Unterstellung, das ich mich selber an unseren Schenkungen bereichern würde, sich innerhalb der Wichtelgemeinschaft vermehrt eingenistet zu haben. Erstaunlich dabei, keiner hat den Arsch in der Hose in den Sitzungen oder mich persönlich auf diese Behauptung anzusprechen.

Da die meisten zur Zeit ja eher ein Problem mit meiner Ehrlichkeit haben, kann ich hier ohne weiteres diese Gerücht entkräften. Ich habe innerhalb der letzten drei Jahre nicht einen einzigen beschissenes Euro dieses Projekts veruntreut! Und glaubt mir, wenn ich es wollte, hätte ich exzellente Abrechnungen, die Lupenrein wären! Ich hab den Scheiß gelernt.

Mal abgesehen davon, das es eine völlig absurde Behauptung ist, das ich das Clou und das Till Dawn (welches damals noch brillant lief!) verschenkte, in den letzten 3 Jahren knapp 4000€ meines alten 450€ Jobs und 2500€ von meinen Eltern geliehen habe um unser Projekt am laufen zu erhalten. Grob überschlagen habe ich zum Start des Wohnzimmers 15000€  in Wert und Geld geschenkt. So einen Mist kann nur ein Schwachkopf glauben, das ich das getan haben soll um mir heute ein paar Euro aus der Box abzuzweigen.

Das dies von außerhalb unterstellt wird, kann ich gut verstehen, ich werde von vielen Seiten verleumdet und denunziert. Besonders bei dieser Behauptung, die großflächig in der Metalszene kursiert, weiß ich das dies von Menschen erzählt wird, die Vergewaltigen und auf kleine Kinder stehen. Welch wunder, das diese nach 3 Jahren immer noch schreiend in Marburg mich und dadurch auch das Wohnzimmer in den Dreck ziehen. Verständliche Reaktion durch Angst, wenn jemand auf einmal indirekt mit dem Finger auf sie zeigt, wie ich das ja nun sehr deutlich öffentlich tue. Dafür brauch ich nicht deren Namen nennen.

Das die Wichtel es nicht schaffen, diese bewussten und unbewussten Lügner innerhalb unserer Gemeinschaft zu erkennen und zur Rede zu stellen, sondern auch noch diesen Quatsch weiter verbreiten ist ein überschreiten meiner persönlichen Linie und auch ein fundamentales Problem unseres Projektes. Wir brauchen uns nicht wundern, wenn wir finanziell kämpfen, wenn sogar die Wichtel zweifeln und das noch untereinander wegen selbstbezogener Gründe oder schlichtweg tiefgründiger Dummheit nicht klären.

Zu den Ängsten, ich würde dieses Projekt fallen lassen, die es ja auch gelegentlich gibt. Ich werde es weder aufgeben, im Gegenteil sind Überlegungen das ich mir wieder einen 450€ Job suche, in den letzten Wochen in meinem Fokus gewesen, um davon 300€ zur Unterstützung beizutragen. Aus dem hier beschrieben, erkennt man schnell, das dies nur eine Symptombehandlung wäre und nicht Ursache dieses Problems behebt. Zweifel, Angst und in erster Linie Lügen untereinander, teils bewusst, teils aus naiver Dummheit eurer Vorliebe für Gerüchte und unreflektiertem nachplappern!

Damit ist jetzt Schluss! Wer sich nicht im Stande fühlt, innerhalb der Wichtelgemeinschaft ehrlich zu sein und erst denjenigen den eine Aussage in Verruf bringt klärend zu fragen, sondern den Mist auch noch weiterverbreitet, streicht sich bitte direkt von der Wichtelliste und das bisher geschehene ist damit erledigt und er kann sich gerne weiter als Nicht-Wichtel im Wohnzimmer einbringen. Wer Wichtel bleibt und noch einmal Lügt oder durch das Stille-Post-Verhalten mich oder jemand anderen vom Team noch einmal in Verruf bringt und damit unser Projekt gefährdet, dem Verspreche ich, das er freiwillig nie mehr das Wohnzimmer betreten möchte, sofern er oder sie sich überhaupt trauen wird in Marburg zu bleiben. Ich hab euch 3 Jahre lang über meine und auch Anjas Fähigkeiten aufgeklärt, langsam solltet ihr es ernst nehmen. Noch mal deutlich, sollte noch irgendjemand irgendeinen Scheiß über ein Teammitglied unhinterfragt weiterverbreiten, werde ich persönlich dafür sorgen, das er in seiner Scheiße ertrinken wird und zwar öffentlich. Dies ist eine Drohung die für einige Notwendig ist und für diejenigen die begriffen haben, was wir hier miteinander aufbauen wollen, ein Versprechen!

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Diese Diashow benötigt JavaScript.

(Ja auch sowas kann man mit Galgenhumor akzeptieren, das Gespräch mit dem Herrn vom Staatsschutz war hingegen ein Knaller. Wann sitzt man schon mal in der Marburger Kripo und unterhält sich über kollabierendes Geldsystem, gesellschaftliche Spaltungen und Außerirdische 😀 )

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Ihr seht, auch innerhalb des Wohnzimmers, gibt es Licht und Schatten, es wäre lächerlich, das auszublenden. Trotzdem ist die Unehrlichkeit der Menschen immer noch das größte Hindernis, einen neuen Weg zu gehen. Ich kann hier nur jedem Raten, erkennt, wenn ihr bekämpft werdet, dann fragt euch warum und ihr könnt Stärke daraus gewinnen. Ich brauche, jetzt da ich nicht mehr auf sein Geld angewiesen bin, kein Blatt vor dem Mund nehmen, wenn ich den Szenebekannten „Kinder“-Liebenden Altmetaller sehe. Ebenso wenig brauch ich ein Lächeln aufsetzen, wenn ich weiß, das der nette coole Metaller vor mir seine Freundin vergewaltigt hat. Ist es da erstaunlich das solche Leute in Marburg nach 3 Jahren Wohnzimmer immer noch schreien, das ich absolut verrückt und gefährlich bin? Nein, aber es wäre schön, wenn sie nur mich angreifen würden und nicht unser Wohnzimmer, denn kaum einer dort weiß über diese Hintergründe Bescheid und erlebt plötzliche Angriffe, aufgrund haltloser Gerüchte…

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(Jeden Mittwoch seit 2006, der Metalstammtisch, hier der Link zu Facebook. Bitte nicht verwechseln mit den Abspaltungen, die sich aus den „Persona non grata“-Thematik bisher ergaben 😉 )

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Was einst eine schöne Hessenweite Metal-Community war, ist nun völlig zersplittert. Doch könnten wir dies wieder Zusammenwachsen lassen, sofern denn die Metaller dazu auch gewillt sind, sich ein eigenständiges Bild zu machen. Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt, vielleicht widme ich mich wieder eigenen Projekten, auch unabhängig des Till Dawns, möglicherweise finden wir auch wieder eine gemeinsame Ebene, mal schauen was 2018 für Bewegungen auslöst. Nun aber zum Abschluss, mein kleines Statement zu unserem Dreijährigem

Wie bin ich ins Wohnzimmer gekommen?

Anno 2005 bin ich nach Marburg gezogen, sehr schnell nach dem Sascha meine Magickarten sah, lud er mich ein, in eine Kneipe (Die Muskikneipe Clou) zu gehen in der sein Kumpel Johnathan Donnerstags Dienst hatte und wir ab 1 Uhr die Tür schließen dürften. So begonnen wir gemütlich Donnerstags Nachts von 1 Uhr bis teils in den Freitag Vormittag herein Magic zu spielen und Bosch Braunbier zu trinken. Die legendären Magicnächte in der „Musikkneipe Clou“ ❤ Im Herbst 2005 fingen wir an, auch während des Betriebes zu kommen, zugegeben vorher war ich nur sporadischer Gast von Kneipen. So entstand die Offene Magic Runde am Donnerstag, die es heute nach 13 Jahren immer noch gibt. Hammer! Schnell lernte ich Helmut, den damaligen Inhaber und sein Team von liebenswürdigen Irren, wie ich mich auch immer empfand, kennen. Helmut, ein Genie an Mensch und Querulant! Oberflächlich ein 50 Klio-Hemd, immer mit einer Flasche Kristallweizen (wehe im Glas und Zitrone!) in der Hand, in Hausschuhen dauerrauchend Ernte 23, (was sonst) durch die Kneipe schlurfend. Dahinter, ein dem eigenen Geschlecht zugewandtem Leuchtendes Wesen mit dem man ohne Probleme einen ganzen Tag über den Sinn des Lebens philosophieren kann, auch wenn er seinen Alkoholismuss und seinen Rest des Lebens kummerlos akzeptiert hatte, ein brillianter Geist, dem weder der Alkkohol noch die physischen Leiden des Körpers die Schlagfertigkeit rauben konnten. Klar das er seine Marburger Studenten Kirstallweizen-trinkend durchs Latinum gebracht hat, sofern er nicht grade Mathematik oder ich glaube griechisch als Ex-Professor vermittelt hat. Schnell haben wir uns verstanden und ich bin vom Stammgast zur Thekenschlampe mutiert, da ich zu der Zeit grade die „Hard’n’Heavy Marburg“ aufbaute, lag der Mittwoch nahe und so entstand 2006 der Metalstammtisch, dem ich mich auch heute noch jeden Mittwoch widme. Nach Einführung des Nichtraucherschutzes brachen die Umsätze ein und Helmut übergab mir im April 2008 einvernehmlich die Kneipe und auf ein mal war ich Gastwirt, jaja, wer nix wird 😉 Ab 2009 übernahm ich dann die ehemaligen Kult Hallen Marburg heute Till Dawn mit Sascha und hatte dort meinen Fokus, bis ich im März 2014 aufgewacht bin und wusste, das ich aus der Musikkneipe Clou unser „Wohnzimmer“ starte und fing an heimlich zu planen. Ich liebe es ins kalte Wasser zu springen, dieser intuitive Lebensweg hatte mich mit 26 Jahren zum DJ, Gastwirt und Diskothekenbesitzer geführt, ich denke da ist es ist für jeden Verständlich, das ich meinem Weg da treu blieb, meinen Gefühl zu folgen, auch wenn mir dies mal signalisiert, alles zu verschenken, trotz des verständnislosem Gegenwindes meines Umfeldes. Nun darf ich mit Spannung beobachten, wohin das alles so führt, it’s fantastic!

Was ist das Wohnzimmer für euch?

Der KNALLER! Völliger Wahnsinn! Für viele auf Dauer eine Herausforderung, doch die, die es meistern, begreifen worum es geht und kämpfen um „Unser“ Wohnzimmer. Klar ich bin der Arsch der Gelegentlich mit den unbequemsten Meinungen und Thesen aufwartet um alle an die „Freie Meinung“ zu erinnern oder auch um mal dem einen oder der anderen ihre/seine Hochmütigkeit zu spiegeln. Und ich genieße es, nun nach 3 Jahren hab ich noch nicht einen Punkt gefunden, der mich an meinen Entscheidungen hat zweifeln lassen. Im Gegenteil, das war die Startrampe um in meinem Leben völlig bewusst, die Zügel meines Handelns und die Richtung meines Weges meinem Herz zu übergeben, während der Verstand Hochleistungsarbeit leistet, um die Geschwindigkeit der Geschehnisse zu verarbeiten. Kein Tag ist wie der andere, ich habe wunderbare Menschen kennenlernen dürfen, die ich alle in mein Herz geschlossen habe, selbst diejenigen die ich auch mal rausschmeißen musste. Seit dem Sommer 2017 hab ich aktiv begonnen, mich etwas zurück zu ziehen und mich sozusagen auch als Wichtel zu sehen. Eine Erfahrung an der ich grade sehr wachse und ich für dieses Wundervolle Horde wahnsinniger Wichtel dankbar bin, das sie trotz der Angriffe von außen, persönliche Verleumdung und Hetze gegen sie, weil sie sich einbringen, standhalten und es 3 JAHRE!!!! geschafft haben, 95-99% wollten uns nicht mal 3 Monate zugestehen….

Das Wohnzimmer sind die Menschen die es füllen. Traumhafte Irre Juwelen, die man schnell ins Herz schließen kann oder wirklich gefordert ist, mit diesen einen Raum zu teilen. Das Wohnzimmer, kann man nicht beschreiben, vor allem nicht via „Stille Post“, es ist das Leben, ständiger Wandel, ständiger Wechsel. Es ist eine Reise und man kann es nur selber erfahren, wenn man mal einsteigt und ne Runde mitfährt. Ich bin gerne Teil dessen und genieße die Kraft die ich daraus gewinne um meine nächsten hinterlistigen Machenschaften zum Zerfall der Matrix aushecken zu können.

We’re one, so the Show must go on! Namasté ❤

Abschließend bleibt mir nur zusagen, danke das du dir die Zeit genommen hast, dies zu lesen. Ihr könnt uns helfen, in dem ihr diesen Artikel rebloggt, weiterschickt und anderen zeigt, das Wandel auch neben dem bestehendem System friedlich geschehen kann, denn noch sind wir für den Mainstream ein absolut Rotes Tuch und auf Mundpropaganda angewiesen. Daher danke für jedes Teilen in anderen Netzwerken. Sollte euer Gefühl euch sagen, das ihr uns monatlich oder mit einer einmaligen Schenkung unterstützen wollt, könnt ihr das über den Link unten machen. Wir bedanken uns dafür von Herzen und das Geld des Vereins dient einzig der Deckung der monatlichen Grundkosten und wird nicht für Getränke oder ähnliches genutzt. Natürlich ist jeder eingeladen uns zu besuchen und sich selber ein Bild zu machen, bis dahin folgen wir weiter unserem Motto:

„Global denken, Lokal handeln“ ❤

 

 

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Über Hannes für Frieden

Groundpersonal for Gaia's Transition. Got my Wake-Up-Call on 10.03.2014 to shut down the Orion-Banking-System. Still in Progress <3
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2 Antworten zu Wandel durch Schenken – 3 Jahre Wohnzimmer in Marburg

  1. Pingback: Kleine Feuer / Das Wohnzimmer / Die Wichtel / Das Schenken / Das „Wir“ « bumi bahagia / Glückliche Erde

  2. anjagate schreibt:

    Hat dies auf Anjagate rebloggt und kommentierte:
    Ein wunderschöner Bericht über 3 Jahre Wohnzimmer von meiner Zwillingsseele

    Gefällt 1 Person

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